Dt. Modeneser - wann die Zuchtpaare trennen?

Dt. Modeneser - wann die Zuchtpaare trennen?

Beitragvon Weyck » 23 Jun 2006, 07:25

Hallo!

Nach 10 Jahren Abstinenz habe ich mal wieder eine Anfängerfrage :shock:

Wann muß ich mit der Zucht für das Ausstellungsjahr 2006 aufhören, damit auch die Zuchttiere noch rechtzeitig zur Ausstellung durch die Mauser kommen? Die Tiere befinden sich jetzt in der dritten Brutrunde und ich benötige eigentlich noch weitere Nachzuchten. Von einem Paar habe ich in den ersten zwei Brutrunden jeweils nur 1 Junges gezogen und das zweite hiervon muss ich leider schlachten, weil drei Zehen am Ringfuß total abgeknickt sind. Das Paar brütet aktuell seit 5 Tagen das 3. Gelege. Mit maximal drei Jungen kann ich aber das Zuchtpaar nicht wirklich beurteilen. Das vierte Gelege würde dieses Paar um den 25. Juli legen.

Kann ich noch eine vierte Brutrunde einläuten, wenn ich die Zuchttiere Anfang Januar ausstellen möchte?
Gut Zucht!

Jürgen van Weyck

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Beitragvon Gast » 23 Jun 2006, 10:22

Hallo!

Ich würde die Frage mit Ja beantworten. Bis zum Januar, sollten auch die Zuchtpaare durchgemausert sein. Die Tiere könnten ja zum 1. Oktober getrennt werden und das sollte reichen.
Gast
 

Beitragvon Norwichkröpfer » 26 Jun 2006, 18:42

Hallo Jürgen,

die Zucht sollte spätestens dann beendet werden, wenn die Alttiere die viertletzte Handschwinge (es "stehen" also noch drei alte Federn!) "geworfen" haben.
Denn dann beginnt die Hauptmauser - also auch das Deckgefieder und die Steuerfedern werden mit Macht erneuert!
In dieser Zeit sollte man die Tauben - ohne Zuchtbelastung - für ihr neues Kleid sorgen lassen! Dann klappts auch schon mit den Ausstellungen die Ende November und im Dezember stattfinden!

Beste Grüße

Hubert
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Beitragvon Weyck » 26 Jun 2006, 21:07

Hallo!

Danke euch für die Antworten!

@Hubert:
Hallo Hubert!

Geht es etwas einfacher für den Anfänger? Oder genauer? Wenn die Vögel beispielsweise erst die 4. von 10. Feder geworfen haben, darf ich dann noch eine komplette Brutrunde einläuten? Will sagen, zu welchem Zeitpunkt gilt es, dass die viertletzte Handschwinge geworfen wurde? Bei der Eiablage, wenn die Jungen schlüpfen, oder drei Wochen alt sind?

Lieber Hubert, könntest du nicht mal ausführlich dokumentieren, wie die Mauser vonstatten geht? Möchte das gern auf meiner Homepage dokumentieren!

Und noch eine Frage:
Ich füttere jetzt das VDT Betz Futter Nr. 1 (mit Mais). Jetzt haben mir Vereinskollegen den Tipp gegeben, das Futter "ankeimen" zu lassen. Ich hätte hier gern einen Expertenrat! Danke auch dafür!

Gruß

Jürgen
Gut Zucht!

Jürgen van Weyck

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Beitragvon Norwichkröpfer » 27 Jun 2006, 19:21

Hallo Jürgen, hallo an alle Forum-Nutzer!

Du hast Recht Jürgen, meine Auskunft war nicht sehr genau - aber im Laufe der jahrzehnte setzt man einfach zu viel voraus.

Hier erstmals die Antworten in "Kurzform":

Die Handschwingen der Tauben zählt man von außen nach innen (leider!!). Denn - mausern tun sie nun mal von innen nach außen. Das führt oft zu Verwirrungen. Dies als grundsätzliche Bemerkung.

Wenn die Alttauben also nur noch die drei äußeren alten Handschwingen mausern müssen, so ist die Zucht tatsächlich zu beenden.
Man verfährt so:
Die Eier, die schon in Nest liegen , oder aber in den nächsten Tagen zu erwarten sind, werden durch Kunsteier (Gips, Plastik usw.) ersetzt. Die Tauben dürfen dann so lange brüten wie sie wollen. Wird das Gelege verlassen trennen wir das betreffende Paar sofort! Zu diesem Zeitpunkt sind dann logischer Weise auch die Jungtiere des vorletzten Geleges selbstständig!
Ich hoffe diese Aussage ist klar genug - sonst bitte melden...

Die Idee, den Mauserverlauf, mit all seinen Besonderheiten, zu schildern ist sicher sehr gut - aber auch (will man alle Aspekte erwähnen) - sehr umfangreich, sprich zeitaufwendig. In der mir bekannten Literatur ist das bisher noch nicht, oder nur unzureichend geschehen - aber sicher ein guter Anstoß fürs VDT-Forum und darüber hinaus.

Zum Keimfutter:
Ein solches Futter ist, richtig hergestellt, sicher eine Bereicherung für unsere Rassetauben. Doch bei den vielfältigen Möglichkeiten dabei Fehler zu machen ist große Vorsicht geboten.
Zur jetzigen Zeit - Ende Zucht/Anfang Mauser - würde ich persönlich davon abraten. Die Gefahr, dass wir unseren Tauben damit Schadpilze und/oder Bakterien zufrühren ist in der heißen Jahreszeit enorm!
Bei dem uns heute zur Verfügung stehenden VDT-Fütterungskonzept
plus reichhaltigem Angebot an Grünfutter können wir auf Keimfutter im Sommer leichten Herzens verzichten.
Um Tauben nach der Winterpause in Zuchtstimmung zu bringen, ist sachgerecht angekeimtes Futter sicher eine Hilfe die man ins Auge fassen sollte - wenn man über genügend Zeit verfügt um ganz sorgfältig zu arbeiten.

Dies für heute Abend.

Beste Grüße


Hubert
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